
Mon Proxima ist eine digitale Plattform, die mit der Software Proxima verbunden ist, die von Tutelle Au Quotidien entwickelt wurde. Sie ermöglicht es geschützten Erwachsenen und ihren Angehörigen, Informationen zu einer rechtlichen Schutzmaßnahme einzusehen. Seit dem Sommer 2026 sind native Android- und iOS-Anwendungen in den offiziellen Stores verfügbar, was die Situation für Familien und Betreuer verändert, die bisher die Akten nur über einen Webbrowser verfolgt haben.
Der wichtigste Punkt gleich zu Beginn: Die Zugangsdaten werden vom gerichtlich bestellten Betreuer bereitgestellt, nicht vom Benutzer selbst. Die Installation der App allein reicht also nicht aus, um darauf zuzugreifen.
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Technische Kompatibilität vor der Installation von Mon Proxima
Die meisten Online-Anleitungen konzentrieren sich auf die Download-Schritte, ohne die Frage der Hardware-Kompatibilität zu behandeln. Dies ist jedoch das erste Hindernis, dem sich die Familienbetreuer gegenübersehen, die oft Personen mit älteren Smartphones unterstützen.
Auf iOS erfordert die App “Mon Proxima, Majeurs protégés” iOS 15 oder eine neuere Version. Konkret bedeutet dies, dass iPhone 6s und frühere Modelle sowie die ältesten iPads ausgeschlossen sind. Auf Android wird die App im Google Play Store unter dem Entwicklernamen “Proxima Tutelle” veröffentlicht, mit einem stilisierten lila runden Symbol.
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Vor dem Versuch einer Installation ist es nützlich, die Version des Betriebssystems in den Telefoneinstellungen zu überprüfen. Auf einem iPhone findet man dies unter Einstellungen > Allgemein > Informationen. Auf Android variiert der Pfad je nach Hersteller, führt aber in der Regel über Einstellungen > Über das Telefon.
- iPhone und iPad: mindestens iOS 15, was Modelle ausschließt, die vor 2016 erschienen sind
- Android: Überprüfen Sie die Systemversion in den Einstellungen, die App benötigt eine aktuelle Version des Play Stores
- Android-Tablets: variable Kompatibilität je nach Herstellern, einige Einstiegsmodelle können Probleme verursachen
Für Familien, deren Angehörige ein zu altes Telefon verwenden, bleibt die Browser-Version von Mon Proxima über monproxima.fr zugänglich, vorausgesetzt, sie haben eine stabile Internetverbindung.
Ein detailliertes Tutorial ermöglicht es, Mon Proxima auf Mobilgeräten herunterzuladen, indem jede Schritt gemäß dem verwendeten Gerät befolgt wird.

Aktivierung des Mon Proxima-Kontos: die Rolle des gerichtlich bestellten Betreuers
Das ist das Besondere, das Mon Proxima von einer klassischen App unterscheidet. Es gibt keine Selbstbedienung zur Kontoerstellung. Der Zugang hängt vollständig vom gerichtlich bestellten Betreuer (beruflich oder familiär) ab, der die Schutzmaßnahme in der professionellen Proxima-Software verwaltet.
Der Betreuer definiert den Umfang der Einsichtnahme: welche Bankkonten sichtbar sind, welche Dokumente geteilt werden, welche Fristen angezeigt werden. Anschließend übermittelt er dem geschützten Erwachsenen oder seinem Familienbetreuer eine Identifikationsnummer und ein vorläufiges Passwort.
Was tun, wenn der Betreuer keine Zugangsdaten bereitstellt
Die Rückmeldungen aus der Praxis sind diesbezüglich unterschiedlich. Einige Betreuer aktivieren den Zugang zu Mon Proxima systematisch zu Beginn der Maßnahme. Andere tun dies nur auf ausdrückliche Anfrage der Familie. Wenn Sie Betreuer sind und keine Zugangsdaten erhalten haben, besteht der Weg darin, direkt den Betreuer oder den zuständigen Tutelldienst zu kontaktieren.
Kein Verfahren zur Wiederherstellung des Passworts funktioniert, ohne dass der Betreuer zuvor das Konto in der Proxima-Software erstellt hat. Die App ohne aktive Zugangsdaten herunterzuladen, bringt nichts.
Was der Familienbetreuer tatsächlich mobil einsehen kann
Die mobile App übernimmt die Funktionen der Webversion, mit einer für Touchscreens angepassten Benutzeroberfläche. Die zugänglichen Daten variieren je nach dem, was der Betreuer sichtbar machen möchte.
In der umfassendsten Konfiguration kann der Betreuer oder der geschützte Erwachsene die Bankbewegungen im Zusammenhang mit der Maßnahme einsehen, auf die digitalisierten Dokumente (Richterverfügungen, Inventare, Schreiben) zugreifen und die bevorstehenden Fristen einsehen.
- Kontoüberwachung: Salden und Bewegungen sichtbar, wenn der Betreuer die Bankensynchronisation aktiviert hat
- Archivierte Dokumente: Einsichtnahme in die vom Betreuer übermittelten Unterlagen, ohne Möglichkeit zur Änderung
- Fristen: Erinnerungen zu Anhörungen, Verlängerungen der Maßnahme oder Terminen
- Interne Nachrichten: einige Betreuer aktivieren einen direkten Kommunikationskanal über die Plattform
Im Gegensatz dazu kann der Betreuer die Aktenparameter nicht ändern oder Dokumente über die mobile App hinzufügen. Der Umfang bleibt strikt konsultativ, was die Familien frustrieren kann, die an interaktivere Werkzeuge gewöhnt sind.

Konkrete Grenzen von Mon Proxima für Familien
Die App erfüllt ein echtes Bedürfnis nach Transparenz in der Verwaltung von Schutzmaßnahmen. Sie löst jedoch nicht alle Probleme, die Betreuer haben.
Das erste betrifft die Abhängigkeit vom Betreuer. Wenn dieser die Dokumente nicht aktualisiert oder die Einsichtsrechte nicht korrekt einstellt, bleibt der Bereich Mon Proxima leer oder unvollständig. Das Werkzeug spiegelt die Qualität der professionellen Betreuung wider, nicht umgekehrt.
Benachrichtigungen und Alarme auf dem Handy
Die mobile App bietet Push-Benachrichtigungen, um auf neue Dokumente oder bevorstehende Fristen hinzuweisen. Ihre Funktionalität hängt von den Einstellungen des Telefons (Benachrichtigungserlaubnisse) und der Häufigkeit ab, mit der der Betreuer die Akte aktualisiert. Ohne regelmäßige Updates auf der professionellen Seite bleiben die Alarme stumm.
Ein weiterer Punkt verdient Aufmerksamkeit: der Datenschutz. Mon Proxima verarbeitet sensible Informationen (Bankdaten, juristische Dokumente, Informationen über Behinderungen oder Krankheiten). Die verfügbaren Daten erlauben keine detaillierte Darstellung der Sicherheitszertifikate, die die Plattform erhalten hat, aber der Rahmen der DSGVO gilt uneingeschränkt für diese Art der Verarbeitung.
Für Familien, die einen Angehörigen in einer Situation des Verlusts der Autonomie begleiten, stellt Mon Proxima einen ergänzenden Überwachungskanal dar, jedoch keinen Ersatz für den Dialog mit dem Betreuer. Die App erleichtert die Fernabfrage von finanziellen und administrativen Informationen, vorausgesetzt, der zuständige Fachmann spielt beim Einstellen mit. Es ist diese Verbindung zwischen dem digitalen Werkzeug und der menschlichen Begleitung, die letztendlich den tatsächlichen Nutzen der App im Alltag bestimmt.